LaVita wird als flüssiges Konzentrat verkauft, das laut Hersteller über 70 Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Die empfohlene Tagesdosis: ein Esslöffel, verdünnt mit Wasser. Der Preis liegt bei rund 100 Euro pro Liter – was Kritiker als überteuert empfinden.
Kritik von Foodwatch
Foodwatch wirft dem LaVita vor, mit überzogenen Gesundheitsversprechen zu werben.
Laut der Organisation erwecke die Werbung den Eindruck, das Produkt könne einen wesentlichen Beitrag zur allgemeinen Gesundheit leisten – obwohl eine ausgewogene Ernährung für die meisten Menschen ausreichend sei. Zudem sei der Preis im Vergleich zu den enthaltenen Inhaltsstoffen unverhältnismäßig hoch. „Im Kern ist es sehr teures, flüssiges Gemüse“, so die Verbraucherschützer.
Reaktionen des Unternehmens
LaVita weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen betont, dass das Produkt auf wissenschaftlicher Basis entwickelt worden sei und eine sinnvolle Ergänzung für Menschen darstellen könne, die ihre Ernährung optimieren wollen. Man habe nie behauptet, Krankheiten zu heilen, sondern lediglich auf die Bedeutung von Mikronährstoffen hingewiesen.
Öffentliche Debatte
Die Preisverleihung hat eine breite Diskussion ausgelöst – nicht nur über LaVita selbst, sondern auch über den boomenden Markt für Nahrungsergänzungsmittel. Kritiker fordern strengere Regeln für Gesundheitswerbung und eine bessere Aufklärung der Verbraucher. Befürworter argumentieren, dass jeder selbst entscheiden könne, ob er in solche Produkte investiert.
Fazit
Der Fall LaVita zeigt, wie sensibel das Thema Gesundheitsversprechen im Marketing ist. Während Hersteller auf individuelle Verantwortung setzen, sehen Verbraucherschützer die Gefahr, dass Konsumenten durch emotionale Werbung zu teuren, möglicherweise unnötigen Käufen verleitet werden.
Ob der „Goldene Windbeutel“ dem Image von LaVita langfristig schadet oder eher als kostenlose Werbung wirkt, bleibt abzuwarten.
